Die Digitalisierung aller Lebens- und Arbeitsbereiche ist umfassend und ihre langfristigen Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft sind kaum abzusehen. Die Medienbranche war eine der ersten, die auf die Chancen des Internets setzte, heute aber feststellen muss, dass ihr Geschäftsmodell substanziell gefährdet ist. In der Konsequenz stellt sich die Frage, ob das Berufsbild und Selbstverständnis des Pressesprechers heute überhaupt noch passend ist. Wie müssen PR-Verantwortliche und Agenturen ihre Prozesse und Denkweisen ändern, um in der neuen Welt, in der jeder Empfänger und Sender sein kann, zu bestehen?
Ziel dieses Convento PR-Frühstücks im Presseclub München, das über 60 interessierte Kommunikationsfachleute besuchten, war es, anhand von Beispielen und Vorbildern Diskussions- und Denkanstöße zu geben. Nicht zuletzt die Beiträge aus dem Publikum machten klar, dass traditionelle Medien und parallele und ergänzende Kanäle im Internet, wie Social Networks, noch eine Weile nebeneinander existieren werden. Die Rolle des Kommunikators ändert sich insoweit, dass er gewohnte Pfade verlassen muss, neben Journalisten auch neue Zielgruppen, wie Kunden, Interessenten, Bewerber etc., mitdenken sollte und dafür innerhalb des Unternehmens eine beratende Schnittstellenfunktion einnimmt. Er muss also auch die neuen Kommunikationskanäle kennen und erklären können. Der Trend geht zu Owned Media und Storytelling – wenn Unternehmen, vor allem im Internet mit Blogs, Videos und Podcasts selbst zu Medien werden – und Content Marketing.
Außerdem sprach Convento-Geschäftsführer Rainer Maassen über die Bedeutung der EU-Datenschutzgrundverordnung für Kommunikationsprofis und stellte seinen Ratgeber zum Thema vor.







