Ein Einzelner Beitrag

publiziert via Storydriver

7

Videos für Social Media erfolgreich selbst produzieren

von 24. Sep.2021Allgemein

Auf Social Media wird erheblich mehr Kommunikation zukünftig über Bewegtbild ablaufen – Prognosen sprechen gar von 80 bis 90 Prozent. Daher wird es Aufgabe sein, Videostories effizient zu konzipieren, selbst zu produzieren und dabei die „Social Media Spielregeln“ von Bewegtbild richtig anzuwenden. Warum Fokus und Zielgruppenpräzision hierbei alles ist, die Smartphonekamera kleine Wunder vollbringen kann und wieso TikTok doch ganz schön cool ist, zeigte Ende September Marcel Wehn, Experte für Corporate-Film Strategien, in zwei bildstarken Film-Impulsen mit über 300 Teilnehmern.
Es sei leicht zu lernen, wie man einen Film macht, aber sehr viel schwerer sei das „worüber“ – zitierte Marcel Wehn den „Krieg der Sterne“-Regisseur George Lucas zu Beginn. Man müsse Zeit und/oder Geld investieren, um wirklichen Mehrwert zu bieten – in Form von Information oder Emotion. Zentraler Leitsatz: „Das Image des Films überträgt sich auf das Image des Absenders.“ Die Gestaltung des Films spiegele also das Image und die Identität des Anbieters – im Positiven wie im Negativen. Deshalb definieren regelmäßige Anbieter von Filmen „Corporate Video Manuals“ für eine Identifizierung und Wiedererkennbarkeit. Vergleichbar mit, aber noch umfassender als das CD eines Unternehmens: Farben, Licht, Schnitt, Komposition, Protagonisten und Tempo sorgen im Film für eine unverwechselbare Positionierung. Solche sogenannten Image- oder „Leuchtturmfilme“ erklären das „Was“, stehen im Mittelpunkt, sind teuer und von Profis gut gemacht. Sie zielen darauf ab, Aufmerksamkeit und Emotionen zu erregen. Ein Unternehmen oder Produkt soll sich „gut anfühlen“, ein Lebensgefühl oder gelebte Werte transportieren. Dies ist der sogenannte „Hero-Content“.
Begleitet werden können solche Filme von deutlich einfacheren und auch in Eigenproduktion herstellbaren Erklärfilmen, dem „HUB/Hygiene Content“. Solche Filme klären über Zusammenhänge und Hintergründe auf und stellen die Information in den Vordergrund (How Tos, Behind the scenes etc.).
Beeindruckend ist, wie komprimiert und schnell das Medium Film Content vermittelt: 1 Minute Film entspricht 1,8 Millionen Worten. Ein Bild wird 60.000 mal schneller erfasst als Text und dauert nur 1/10 Sekunde – wohingegen es eine Minute braucht, um nur 200 Worte zu erfassen.
Bei der Konzeption steht der Fokus eines Spots im Mittelpunkt. „Wer alles betont, betont gar nichts“ – dieser Leitsatz mahne, sich auf Wesentliches zu beschränken und den Inhalt auf seine zuvor präzise analysierte Zielgruppe zuzuschneiden. Die Zielgruppe bestimme auch den Protagonisten des Films: Dieser sollte so ausgesucht werden und auftreten, dass die Zielgruppe sich damit identifizieren kann. Wehn ging auf verschiedene Social Media Plattformen und die dortigen Videolängen ein. Er machte einen Ausflug zu Tictoc und zeigte einige Paradebeispiele dort.
Zum Abschluss gab es wertvolle Tipps zum Filme selber machen: je nach Produktionsort ist unterschiedliches Equipment sinnvoll, das vor allem bedienbar sein sollte, bevor es im Unternehmen liegt und keiner wisse, wie damit umzugehen sei.
Er erläuterte Aspekte zu Kamera, Stabilisierung, Licht, Ton und Schnitt und gab Tipps zu hilfreichen Apps. Am Schluss das etwas ernüchternde Fazit: Filme konzipieren und produzieren ist ein Full-Time-Job.

Danke an Marcel Wehn für diesen spannenden Kurz-Ausflug in seine Welt des Films!

Media

    Willkommen bei der Reifenqualm AG